Porträt des Archivs

Es ist über 30 Jahre her ...

.. seit am 24.10.1984 der Vorstand der Hamburgischen Architektenkammer unter der Präsidentschaft von Walter J.M. Bunsmann die Gründung des Hamburgische Architekturarchiv beschloß - eine mutige Rettungsaktion. Vorausgegangen waren etliche vergebliche Bemühungen der TU-Harburg, der Universität, des Denkmalschutzamtes, der HfbK, des Staatsarchivs und des Arbeitskreises Hamburger Bauhistoriker, in der Hansestadt eine Einrichtung zu etablieren, die sich mit der Sammlung von Materialien zur Baugeschichte Hamburgs befaßt.

Von 1984 - 1986 blieb das Architekturarchiv an der TU-Harburg unter Leitung von Prof. Christian Farenholtz, der schon vor der Gründung mit der Akquisition von Architektenbeständen begonnen hatte. 1986 zog das Archiv in Räume der SAGA über einem Supermarkt in Billstedt. Im September 1989 folgte der Umzug in Räumlichkeiten, die einen professionellen Archivbetrieb erst möglich machten. Neuer Sitz wurde der Kopfbau der ehemaligen Margarine Voss Fabrik an der Ecke Bramfelder Straße / Habichtstraße in Hamburg-Barmbek. Vermieter war die Techniker Krankenkasse, die auf dem Grundstück ihre Hauptverwaltung hat. 2006 kündigte die TK den Mietvertrag, um die Räumlichkeiten selber zu nutzen. Die Architektenkammer suchte in der Speicherstadt nach einer neuen Unterkunft für das Archiv und wurde auch fündig. Neues Domizil wurden zwei "Böden" im alten Speichergebäude Brooktorkai 4 und 5. Im September 2007 wurde das Archiv an diesem Ort neu eröffnet.

Norbert Baues - Leiter des Archivs

Quelle: Hoffmann. Foto: Karl H. Hoffmann

Sammlungsprofil

Das Hamburgische Architekturarchiv sammelt Unterlagen Hamburger Architekten und Stadtplaner. Wenn von "Architekten" die Rede ist, denken viele nur an Hochbauarchitekten, wir verstehen darunter: Hochbauarchitekten, Landschaftsarchitekten, Gartenarchitekten und Innenarchitekten. "Hamburger" bedeutet nicht, dass die Personen in der Hansestadt geboren wurden, sondern nur, dass sie eine zeitlang in Hamburg gewirkt haben. Und es bedeutet auch nicht, dass wir nur Unterlagen zu Hamburger Bauten sammeln.

In der Praxis hat es sich ergeben, dass uns nicht nur wirkliche Personen sondern auch juristische Personen, Einrichtungen und Ämter interessante Unterlagen zur Verfügung stellen. Besonders umfangreich sind die Bestände der Wohnungsbau - Gesellschaften SAGA und Neue Heimat. Klein und fein ist die Sammlung Bülau-Wettbewerbe der Patriotischen Gesellschaft. Völlig aus dem Rahmen fällt die Bibliothek von Christian Borngräber, eines Berliner Autoren, der sich gleichermaßen der Architektur und dem Design widmete.

Blick ins Archiv

Quelle: Hoffmann. Foto: Karl H. Hoffmann

Das Personal

Das Stammpersonal des Hamburgischen Architekturarchivs besteht seit 1990 aus zwei Personen: Dem Leiter Norbert Baues und Karl Heinz Hoffmann. Seit dem 3.7.2017 ist Nelli Lipin als feste Mitarbeiterin mit an Bord. Nicht zu vergessen ist Hedwig Heggemann, die auf Teilzeitbasis im Archiv arbeitet. Hinzu kommen noch ehrenamtliche Mitarbeiter und Personen, die an einem bestimmten Projekt arbeiten, zur Zeit sind dies Paul Dietrich und Sabine Kock.

Auf Schenkungen angewiesen

Die finanziellen Mittel des Archivs sind knapp bemessen. Ankäufe sind deswegen die große Ausnahme. In der Regel werden uns Bestände als Schenkungen überlassen. Das gilt auch für Bücher und Zeitschriften, die uns zu 95 % unentgeltlich überlassen wurden. Wie spendabel die HamburgerInnen sind, kann man daran ermessen, das unsere Zeitschriften 200 laufende Regalmeter benötigen und die Zahl der Bücher und Broschüren inzwischen die 20.000 überschritten hat.

Karl H. Hoffmann - Mitarbeiter

Quelle: Hoffmann. Foto: Norbert Baues

Hamburgisches Architekturarchiv der Hamburgischen Architektenkammer